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Testbericht T-Mobile G1

29. August 2009 - 1 Kommentar - TechChecker - 6,422 views

T-Mobile G1 © t-mobile.de

T-Mobile G1 © t-mobile.de

Das T-Mobile G1 war zur Zeit seines Releases im ersten Quartal diesen Jahres das erste Smartphone, welches auf dem mobilen Open-Source Betriebssystem Android basierte.

Wie auch sein direkter Konkurrent (Apples iPhone) bietet das G1 einen großen Touchscreen sowie ein umfangreiches Software-Angebot. Dazu gesellt, sich dank vollwertiger Hardware-QWERTZ-Tastatur, eine elegante Schreibweise.

Ein Top-Webbrowser, HSDPA-Geschwindigkeit und die Verfügbarkeit von GPS zeichnen das G1 aus. Vor allem in punkte Surf-Verhalten kann T-Mobiles erstes Android Smartphone punkten.  Im mobilen Browser lassen sich lange Webseiten weich mit Finger und Daumen durchscrollen, ähnlich wie beim Safari-Browser der Konkurrenz. Das Zoomen funktioniert ruckelfrei und flüssig, allerdings fehlen hier leider Multi-Touch-Gesten. Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass der Browser ohne weitere Installation kein Flash interpretieren kann.

Auch die Hardware-Tastatur bringt trotz der etwas schwach ausfallenden Beleuchtung einige Vorteile mit sich. So lassen sich auch längere Texte und E-Mails bequem schreiben ohne Krämpfe in den Fingern zu bekommen. Der Mini-Trackball scrollt und klickt sich ähnlich wie eine normale Maus. Der Cursor hüpft dabei von Link zu Link beziehungsweise von Icon zu Icon. Die Haupttasten neben dem Trackball sind ebenfalls von Vorteil und können durch leichte Erreichbarkeit oft genutzt werden. Insbesondere die vom Standard-Browser bekannte “Zurück”-Taste findet oft Anwendung beim mobilen Surfen.

Das Google OS Android ist Multi-Tasking-fähig und Applikationen starten sehr schnell und flüssig, obgleich es auch hier noch relativ zu Programmabstürzen kommt, ähnlich einiger Applications beim iPhone.

Im “Market” für Android Apps sind mittlerweile schon weit über tausend Application erhältlich, beim Release waren sogar sämtliche Vollversionen kostenfrei. Unter ihnen sind durchaus einige brauchbare Programme dabei, wie beispielsweise die App “Shop Savy“. Dieses liest mit Hilfe der G1 Kamera den Barcode eines Produkts ein und startet daraufhin den Preisvergleich im Web.

Dennoch muss man sagen, dass das iPhone immer noch mehr gute Apps und bessere Software zur Verfügung stellt, als das T-Mobile G1. Dienste, wie E-Mail-Kontakte, sind leider untrennbar vom Google-Account, was zu einer massiven Abhängigkeit von Google führt. Hier besteht natürlich weiterhin der berechtigte Vorwurf der Datensammlung seitens Google der “Datenkrake”.

Statt mit dem Rechner synchronisiert das G1 Mails, Kontakte und alle anderen Daten mit dem persönlichen Google-Konto. Das daraus resultierende dauerhafte Onlinesein bringt nicht nur Vorteile, denn der Akku ist relativ kurzlebig und muss so auch täglich ans Netz.

Auch das wenig elegante Plastikgehäuse sorgt für keinen Wow-Effekt. Im Gegenteil: die Oberfläche wirkt eher nüchtern und langweilig.

Technische Details T-Mobile G1

  • 3,2-Megapixel-Kamera
  • 3G / UMTS (HSDPA) + WLAN
  • Androidâ„¢ Betriebssystem
  • Speicher: 128 MB intern, bis zu 32 GB MicroSD
  • Maße: 55,7 x 117,7 x 17,1 Millimeter
  • Gewicht von 158 Gramm
  • 3,2-Zoll-Display
  • Auflösung von 480 x 320 Pixeln

Video T-Mobile G1

Fazit

Das G1 von T-Mobile kommt an das iPhone immer noch nicht heran, es ist aber der erste gelungene Versuch, Apples Vormachtsstellung anzufechten. Im Android OS steckt noch viel Potenzial und Luft nach oben.

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